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23. Januar 2026: Bundesweite Präventionsaktionen der Task Force 1 und der ersten Early Adopter
Im Rahmen des Verbundprojekts ONCOnnect führte die Task Force 1, Ziel 2 „Krebsprävention am Arbeitsplatz“ letztes Jahr verschiedene Aktionstage zu krebsspezifischen Themen in unterschiedlichen Unternehmen durch. Im Herbst 2025 fanden mehrere Aktionen zum Thema „geschlechtsspezifische Krebserkrankungen“ der Task-Force-Standorte Mainz, Leipzig und München sowie bei ersten Early Adoptern des Ziels in Augsburg, Bonn, Freising und Frankfurt statt.
Die CCCs luden Mitarbeiter:innen verschiedener Unternehmen ein, sich über Möglichkeiten zur Prävention und Früherkennung von gynäkologischen und urologischen Krebserkrankungen zu informieren. Bei Aktionstagen in Mainz beim ZDF und in München bei der Technischen Universität München gaben Expertinnen und Experten der jeweiligen Universitätsklinika in Vorträgen und Workshops für Frauen und Männer einen kompakten Überblick über den aktuellen Stand der Medizin und zeigten auf, wie jede und jeder selbst aktiv zur eigenen Krebsprävention beitragen kann. Durch Online-Vorträge, die speziell an Männer gerichtet waren, vermittelten Expert:innen des Universitätsklinikums Leipzig Wissen zu den Themen Prostata- und Hodenkrebs bei den Unternehmen Porsche Stuttgart, beim Leipziger Profi-Handballverein SC DHfK Leipzig und NTS. Ziel war es, das Bewusstsein für Risiken zu schärfen und über wirksame Vorsorge- und Früherkennungsmaßnahmen zu informieren.
Mit Unterstützung der Task Force 1, Ziel 2 bei der Planung und durch das Bereitstellen verschiedener Materialien haben auch die ersten Standorte der anderen Task Forces ein Präventionsprojekt im Themenfeld der geschlechtsspezifischen Krebserkrankungen umsetzen können: Durch Online-Vorträge zu den Themen allgemeine Prävention oder Männergesundheit haben Expert:innen der CCC-Standorte Freiburg, Bonn und Frankfurt viele Mitarbeiter:innen in verschiedenen Unternehmen über Risikofaktoren und Früherkennungsmaßnahmen aufgeklärt. Das CCC in Augsburg konnte bei Airbus einen ganzen Aktionstag zum Thema Männergesundheit durchführen.
Viele Mitarbeiter:innen der unterschiedlichsten Unternehmen haben bei den Aktionen der CCCs die Gelegenheit genutzt, um mit Expert:innen ins Gespräch zu kommen und wertvolles Wissen für Ihre Gesundheit mitzunehmen.
Ein Urologe des TUM Klinikums hält beim geschlechtsspezifischen Aktionstag für alle Mitarbeiter:innen der Technischen Universität (TUM) einen Vortrag zum Thema Prävention von Prostata- und Hodenkrebs. Foto: Anna Di Meo, Technische Universität München
Workshop zur Selbstabtastung der Brust beim ZDF geschlechtsspezifischen Aktionstag in Mainz. (Hier abgebildet ist Katharina Roos, Siegerin von "Deutschlands beliebtester Pflegeprofi 2025") Foto: Ulrike Lenz, ZDF Mainz
Erster erfolgreicher Roll Out des Teilziels "Krebsprävention am Arbeitsplatz" durch das CCC Augsburg: Aktionstag "Movember" bei Airbus Aerostructures am 27.11.2025. Foto: Renate Schuter, Airbus Aerostructures
Präventionsaktion „Männergesundheit und Krebsprävention“ beim Leipziger Profi-Handballverein SC DHfK Leipzig am 30.11.2025. Foto: Dr. Leander Ehmke, CCCG Leipzig -
19. November 2025: Workshop der Task Force 5 in Essen – Weiterentwicklung digitaler Strukturen
Am 18. und 19. November 2025 trafen sich die Projektmitglieder der Task Force 5 "Digitalisierung des Outreach" aus den CCC-Standorten Freiburg, Berlin, Köln, Essen, Ulm, Frankfurt und Hamburg zu einem Workshop in Essen. Nach einem regen Austausch beim gemeinsamen Abendessen am ersten Tag startete der Workshop am 19. November am IKIM der Universität Duisburg-Essen mit einem Überblick über die aktuellen Entwicklungen innerhalb der Task Force.
Task Force 5 hat bereits konkrete Ergebnisse erzielt: So wurde die grundlegende technische Basis des ONCOnnect-Portals erfolgreich entwickelt und ein einheitliches Erscheinungsbild der App-Anwendungen erarbeitet, um eine intuitive und gut wiedererkennbare Nutzung zu ermöglichen. Darüber hinaus wurde intensiv die Frage diskutiert, wie bereits bestehende digitale Anwendungen künftig an das ONCOnnect-Portal angebunden und weiterentwickelt werden können. Im Fokus standen die Anwendungen ONCOprevent der Task Force 1 „Prävention und Früherkennung“, sowie ONCOsupport und ONCOlleg aus der Task Force 2 „Patient:innenbeteiligung“.
In einer offenen Diskussionsrunde konkretisierten Expert:innen aus den Bereichen Medizin, Gesundheitsinformatik, Softwareentwicklung und Outreach gemeinsam das Grundkonzept des ONCOnnect-Portals. Das Portal soll künftig als zentraler Zugangspunkt für digitale Anwendungen für die Vernetzung in der Onkologie dienen, vergleichbar mit einem intuitiv nutzbaren App-Store, der unterschiedliche digitale Systeme miteinander verbindet. Durch diese intelligente Vernetzung und die enge Zusammenarbeit zwischen Onkologischen Spitzenzentren und regionalen Partnern soll die onkologische Vernetzung gestärkt und die Forschung nachhaltig verbessert werden. Zudem planten die Teilnehmenden die Durchführung der im Gesamtprojekt ONCOnnect anstehenden Evaluation für die Task Force 5, um den bisherigen Entwicklungsstand zu überprüfen und wichtige Erkenntnisse für die weitere Ausgestaltung des Portals zu gewinnen.
Im weiteren Verlauf des Workshops beschäftigten sich die Teilnehmenden mit der Frage, wie die nächsten Schritte in der Entwicklung konkret umgesetzt werden können. Dabei ging es vor allem darum, welche digitalen Werkzeuge zeitnah eingeführt werden können und wie deren Umsetzung an den verschiedenen Standorten erfolgreich gelingt.
Der Workshop verdeutlichte, wie wertvoll der enge Austausch zwischen den CCCs ist: Nur durch gemeinsame Planung und koordinierte Entwicklung können digitale Lösungen entstehen, die die Zusammenarbeit zwischen den CCCs und ihren regionalen Partnern stärken und die Versorgung von Krebspatient:innen langfristig verbessern.
Teilnehmende des Workshops der Task Force 5 am IKIM der Universität Duisburg-Essen.
Foto: Negar Shahamiri -
19. November 2025: Vernetzt für Männergesundheit: Movember an der Universitätsmedizin Frankfurt
Das Universitäre Centrum für Tumorerkrankungen (UCT) und das Uroonkologische Zentrum der Universitätsmedizin Frankfurt setzten gemeinsam am 19. November anlässlich des Movember-Aktionsmonats ein starkes Zeichen für die Männergesundheit. In einer Bürgervorlesung standen sowohl urologische Krebserkrankungen als auch die mentale Gesundheit von Männern im Mittelpunkt.
Rund 100 Interessierte nutzten die Gelegenheit, sich umfassend über Früherkennung, moderne Therapieansätze und unterstützende Angebote zu informieren. Die Vorträge vermittelten praxisnahes Wissen und gaben Einblicke in aktuelle Leitlinien, innovative Studien sowie Strategien zur Stärkung der körperlichen und seelischen Gesundheit.
Auch das Verbundprojekt ONCOnnect war an diesem Abend mit einem eigenen Infostand vertreten. Gezeigt wurden Informationsbanner, die das UCT Mainz im Rahmen der Task Force 1 "Prävention und Früherkennung" entwickelt hat sowie Informationspostkarten und ein Hoden-Tastmodell des CCCG Leipzig. Die Materialien machten Vorsorge greifbar und gaben den Teilnehmenden zugleich die Möglichkeit, direkt ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen und mehr über die Bedeutung der Früherkennung zu erfahren. Eigene Materialien des UCT Frankfurt, die Beteiligung von Selbsthilfegruppen vor Ort und die Beratung der UCT-Krebsberatungsstelle rundeten die Veranstaltung ab.Die gemeinsame Nutzung von Infomaterialien verschiedener Comprehensive Cancer Centers (CCCs) zeigte, wie wirkungsvoll Vernetzung im Bereich der Krebsprävention sein kann. So konnten zentrale Themen verständlich vermittelt, Hemmschwellen abgebaut und niedrigschwellige Aufklärung direkt umgesetzt werden. Aufklärungs- und Informationsangebote dieser Art machen deutlich, wie wichtig Kooperationen und gemeinsames Engagement sind, um mehr Aufmerksamkeit für Männergesundheit und geschlechtsspezifische Krebserkrankungen zu schaffen.
Ein Zeichen für Männergesundheit am ONCOnnect-Infostand. Foto: UCT Frankfurt
Gemeinsamer Austausch an den Informationsständen. Foto: UCT Frankfurt -
25. September 2025: Erfolgreiche Aktionstage und Workshops in Mainz, Leipzig und München
Im Rahmen der Task Force 1, Ziel 2 „Krebsprävention am Arbeitsplatz“ wurden bereits bei verschiedenen Unternehmen und Institutionen in Mainz, Leipzig und München spezifische Aktionstage und Workshops zur Prävention von Darmkrebs, Hautkrebs und geschlechtsspezifischen Krebserkrankungen durchgeführt. Diese Veranstaltungen boten die Möglichkeit, sich niederschwellig und direkt vor Ort über Prävention und Früherkennung zu informieren. Interaktive Elemente an Tischständen, Informationswände und Diskussionsrunden und/oder Workshops mit Expert:innen sorgten für anschauliche Aufklärung und eine hohe Beteiligung.
Zur Sicherstellung der Qualität und Effektivität wurden die Aktionstage wissenschaftlich evaluiert. Dabei wurden unter anderem die Teilnahmequoten, das Informationsniveau vor und nach den Maßnahmen sowie die Zufriedenheit der Teilnehmenden analysiert und bewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass solche innovativen Formate sowohl das Wissen über die Bedeutung von Krebsprävention als auch die Akzeptanz für Vorsorgeuntersuchungen – insbesondere zur Darmkrebsvorsorge – deutlich erhöhen und somit einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsförderung leisten. Diese Erkenntnisse bilden eine wertvolle Basis für die Weiterentwicklung und langfristige Implementierung der Programme, besonders im betrieblichen Kontext.
Aktionstag „Prävention von Darmkrebs“ am TUM Klinikum in München. Foto: Kathrin Czoppelt
Mainzer Wissenschaftsmarkt 2025 mit den Themen Darmkrebs- und Hautkrebsprävention. Foto: Privat
Mitarbeiterfest der Universität Leipzig. Foto: Privat -
14. Mai 2025: ONCOnnect-Verbund – Erstes Netzwerk-Treffen der Outreach-Manager:innen
14.05.2025, Frankfurt am Main. Am 13. und 14. Mai 2025 trafen sich rund 35 Outreach-Manager:innen aus verschiedenen Comprehensive Cancer Centers (CCCs) an der Universitätsmedizin Frankfurt, um sich im Rahmen des nationalen Verbundprojekts ONCOnnect auszutauschen. Das zweitägige Netzwerktreffen bot Gelegenheit, Kolleg:innen persönlich wiederzutreffen, neue Outreach-Manager:innen im Team willkommen zu heißen und gemeinsam dieses neue, spezialisierte Tätigkeitsfeld zu definieren und weiterzuentwickeln.
Nach der Begrüßung und ersten Gesprächen begann das Treffen mit einem abwechslungsreichen Workshop-Programm. Im Mittelpunkt standen Fragen rund um effektive Kommunikation, strategische Zielfindung und die Weiterentwicklung der eigenen Rolle als Outreach-Manager:in. Die Teilnehmenden diskutierten unter anderem, wie die interne Kommunikation innerhalb der CCCs sowie die Zusammenarbeit mit externen Partnern verbessert werden kann. Auch die Beschreibung der Rolle als Outreach-Manager:in war ein zentrales Thema.
Bei der strategischen Zielfindung wurden standortspezifische Rahmenbedingungen ebenso einbezogen wie der aktuelle Entwicklungsstand der Vernetzung der CCCs in die jeweilige Region hinein. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Frage, wie die Wirkung von Outreach-Aktivitäten messbar gemacht werden kann. Auch die Netzwerkpflege und die Schaffung attraktiver Kooperationsangebote der CCCs für ihre Partner wurden beleuchtet. Der erste Tag endete mit einem gemeinsamen Abendessen in der Frankfurter Innenstadt, das den Austausch in angenehmer Atmosphäre weiter vertiefte.Am zweiten Tag standen Impulsvorträge aus den verschiedenen Task Forces des ONCOnnect-Projekts auf dem Programm, die einen kompakten Überblick über die Fortschritte der Arbeitsgruppen und die geplante Verbreitung der Projektergebnisse im Netzwerk gaben. Dabei informierten die Teilnehmenden einander zur Durchführung von Präventionsveranstaltungen in Betrieben, der Vernetzung im Bereich frühe klinische Studien sowie zur Zusammenarbeit mit den Krebsregistern. Auch über den aktuellen Stand des geplanten deutschlandweiten Studienregisters und der sich in Entwicklung befindenden IT-Plattform für den ONCOnnect-Verbund wurde berichtet.
Zum Abschluss des Treffens brachten die Outreach-Manager:innen eigene Anregungen und Wünsche für die weitere Netzwerkgestaltung ein. Die zwei Tage in Frankfurt machten deutlich, wie wertvoll der persönliche Austausch im Netzwerk ist – nicht nur zur Weiterentwicklung der eigenen Arbeit, sondern auch zur Schaffung eines gemeinsamen Projektverständnisses im ONCOnnect-Verbund.
Das erste Netzwerktreffen der Outreach-Manager:innen fand bei schönstem Sonnenschein in Frankfurt am Main statt. Impressionen vom ersten Netzwerktreffen der Outreach-Manager:innen